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    Gehalt Ordinationsassistentin in Österreich

    MediClass Redaktion 1. August 2026 4 Min. Lesezeit

    Das Gehalt ist für die meisten, die über den Beruf Ordinationsassistentin nachdenken, die entscheidende Frage — vor allem beim Quereinstieg aus Handel, Gastronomie oder Büro. Dieser Überblick erklärt, wie sich das Gehalt in Österreich zusammensetzt: welche Rolle der Kollektivvertrag spielt, was Berufserfahrung bringt und wie Teilzeit gerechnet wird.

    Wichtig vorab: Gehälter im niedergelassenen Bereich sind kein Fixpreis. Sie hängen vom Kollektivvertrag, von der Größe der Ordination, vom Fachgebiet und von deinen Aufgaben ab. Wer Blutabnahme, EKG und Labor übernimmt, verhandelt anders als jemand mit rein administrativen Tätigkeiten.

    Einstiegsgehalt

    Marktüblich liegt das Einstiegsgehalt als Ordinationsassistentin bei €2.500–2.700 brutto pro Monat (14× jährlich, Vollzeit 40 Stunden). Ein abgeschlossenes Diplom statt einer Anlerntätigkeit ist dabei das stärkste Argument, um am oberen Ende dieser Bandbreite einzusteigen.

    Dazu kommen in vielen Ordinationen Sonderzahlungen (13. und 14. Gehalt) sowie Zuschläge für Abend- oder Samstagsordinationen.

    Bandbreite über die Laufbahn

    | Rolle | Brutto/Monat (Vollzeit, 14×) |

    |---|---|

    | Ordinationsassistentin – Einstieg | €2.500–2.700 |

    | Ordinationsassistentin – gesamte Laufbahn | €2.500–3.500 |

    | Ordinationsmanagement (Leitung) | €3.500–4.000 |

    Im Ordinationsmanagement kommt zur Einstufung häufig eine Leitungszulage hinzu.

    Kollektivvertrag

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    Für Angestellte bei Ärztinnen und Ärzten gelten je nach Bundesland eigene Kollektivverträge, die Mindestgehälter, Einstufung nach Verwendungsgruppen und Vorrückungen regeln. Der Kollektivvertrag ist eine Untergrenze — Überzahlungen sind üblich und verhandelbar, besonders bei Diplom und einschlägiger Praxis.

    Worauf du im Dienstvertrag achten solltest:

    • Verwendungsgruppe und Einstufung (entspricht sie deiner Qualifikation?)
    • Anrechnung von Vordienstzeiten
    • Ist die Überzahlung im Vertrag fixiert oder freiwillig?
    • Regelung für Mehrstunden und Überstunden

    Gehalt bei 40 Stunden und in Teilzeit

    Die Werte oben beziehen sich auf Vollzeit. Teilzeit wird linear gerechnet: Bei 20 Wochenstunden erhältst du die Hälfte, bei 30 Stunden drei Viertel des Vollzeitgehalts.

    | Ausmaß | Brutto/Monat (Einstieg) |

    |---|---|

    | 40 Stunden (Vollzeit) | €2.500–2.700 |

    | 30 Stunden | €1.875–2.025 |

    | 20 Stunden | €1.250–1.350 |

    Viele Ordinationen suchen gezielt Teilzeitkräfte für Randzeiten — das ist ein Vorteil, wenn du Familie und Beruf verbinden willst.

    Einen realistischen Eindruck bekommst du über aktuelle Inserate: [Ordinationsassistenz Jobs in Österreich](/jobs).

    Gehalt Medizinische Verwaltungsassistentin im Vergleich

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    Die Medizinische Verwaltungsassistentin arbeitet administrativ-organisatorisch: Terminmanagement, Abrechnung, Patientenkommunikation, Dokumentation. Die Ordinationsassistentin übernimmt zusätzlich klinische Tätigkeiten wie Blutabnahme, EKG oder Schnelltests — und ist dadurch breiter einsetzbar.

    | Beruf | Einstieg brutto/Monat (Vollzeit, 14×) |

    |---|---|

    | Medizinische Verwaltungsassistentin | €2.900–3.200 |

    | Ordinationsassistentin | €2.500–2.700 |

    Viele starten mit der [Ausbildung Medizinische Verwaltungsassistentin](/ausbildungen/medizinische-verwaltungsassistentin) und erweitern später auf die Ordinationsassistenz.

    Wie du mehr verdienst

    Konkrete Hebel, die in der Praxis wirken:

    1. Diplom statt Anlerntätigkeit. Eine abgeschlossene, gesetzlich anerkannte Ausbildung ist das stärkste Argument in der Gehaltsverhandlung.

    2. Klinische Tätigkeiten übernehmen. Blutabnahme, EKG, Labor und Assistenz erhöhen deinen Wert für die Ordination messbar.

    3. Spezialisierung. Radiologie, Gynäkologie, Orthopädie oder Ambulatorien zahlen unterschiedlich — vergleiche Fachgebiete.

    4. Vordienstzeiten anrechnen lassen. Auch fachfremde Jahre können teils angerechnet werden. Frag aktiv nach.

    5. Verantwortung übernehmen. Ordinationsmanagement, Einarbeitung neuer Kolleginnen oder Qualitätsmanagement rechtfertigen eine höhere Einstufung.

    Wenn du den Schritt in den Beruf planen willst: [Zur Ausbildung Ordinationsassistentin](/ausbildungen/ordinationsassistentin) — dort findest du Ablauf, Dauer, Voraussetzungen und Abschluss im Detail.

    FAQ

    Wie viel verdient eine Ordinationsassistentin in Österreich?

    Marktüblich €2.500–2.700 brutto pro Monat beim Einstieg (14× jährlich, Vollzeit). Über die gesamte Laufbahn liegt die Bandbreite bei €2.500–3.500, im Ordinationsmanagement bei €3.500–4.000 brutto.

    Verdiene ich als Ordinationsassistentin mehr als als Medizinische Verwaltungsassistentin?

    Beim Einstieg liegt die Medizinische Verwaltungsassistentin mit €2.900–3.200 brutto typischerweise höher, weil administrative Verantwortung stärker gewichtet wird. Als Ordinationsassistentin kommen klinische Tätigkeiten dazu, wodurch die Bandbreite mit Erfahrung bis €3.500 reicht.

    Wird das Gehalt in Teilzeit einfach anteilig gerechnet?

    Ja. Teilzeitgehälter werden linear aus dem Vollzeitwert abgeleitet — 20 Wochenstunden entsprechen der Hälfte, 30 Stunden drei Viertel des Vollzeitgehalts.

    Ist der Kollektivvertrag das Maximum?

    Nein, er ist die Untergrenze. Überzahlungen sind im niedergelassenen Bereich üblich, besonders mit Diplom und einschlägiger Praxiserfahrung.

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