Ärztliche Schreibkraft werden: Ausbildung und Wege in Österreich

Um in Österreich ärztliche Schreibkraft zu werden, brauchst du keine Lehre und keinen gesetzlich vorgeschriebenen Abschluss. Arbeitgeber erwarten aber sehr gutes Deutsch, sicheres Maschinschreiben, medizinische Fachsprache und Erfahrung mit Praxis- oder Krankenhaussoftware. Wie schnell du hineinkommst, hängt deshalb vor allem von deiner Ausbildung ab: Du kannst einen kurzen Schreibkurs machen, eine staatlich anerkannte Ausbildung in der medizinischen Verwaltung absolvieren oder die gesetzlich geregelte Ordinationsassistenz wählen. Hier erfährst du, was die drei Wege unterscheiden, was der Beruf wirklich verlangt, was du verdienen kannst und welcher Weg zu deinen Zielen passt.
TL;DR
- Kein geschützter Beruf: „Medizinische Schreibkraft“ ist in Österreich kein Lehrberuf, und Zertifikate hängen vom jeweiligen Anbieter ab.
- Was zählt: Rechtschreibung, 10-Finger-System, medizinische Terminologie, Datenschutz und Erfahrung mit Praxissoftware.
- Drei Wege: ein kurzer Schreibkurs, eine staatlich anerkannte Ausbildung zur Medizinischen Verwaltungsassistenz oder die gesetzlich geregelte Ordinationsassistenz nach MAB-G.
- Gehalt: Laut AMS liegt das Einstiegsgehalt im Bürobereich bei 1.910 bis 2.390 € brutto im Monat. Mit breiterer Qualifikation sind höhere Einstufungen möglich.
- Unsere Empfehlung: Wenn du langfristig im Gesundheitswesen arbeiten willst, wähle eine anerkannte Ausbildung statt eines reinen Schreibzertifikats.
Inhaltsverzeichnis
- Was eine ärztliche Schreibkraft im Alltag macht
- Ist der Beruf in Österreich geregelt?
- Welche Voraussetzungen du mitbringen solltest
- Drei Wege in den Beruf im Vergleich
- Schritt für Schritt zur ärztlichen Schreibkraft
- Gehalt und Jobaussichten
- Kosten und Förderung
- Deine Ausbildung bei MediClass
- Unsere Sicht als Ausbildungsanbieter
- Häufige Fragen
- Quellen
Was eine ärztliche Schreibkraft im Alltag macht
Ärztliche oder medizinische Schreibkräfte unterstützen Ordinationen, Kliniken und andere Gesundheitseinrichtungen beim Erstellen und Verwalten medizinischer Dokumente. In der Praxis sieht ein typischer Arbeitstag etwa so aus:
- Diktate übertragen: Ärztinnen und Ärzte sprechen Befunde, Arztbriefe, OP-Berichte oder Gutachten ein. Du schreibst sie ab, formatierst sie und bereitest sie zur Unterschrift vor.
- Dokumentation pflegen: Patientendaten, Befunde und Korrespondenz werden in der elektronischen Patientenakte abgelegt und aktuell gehalten.
- Korrespondenz erledigen: Überweisungen, Anfragen an andere Fachrichtungen oder Schreiben an Versicherungsträger gehören oft dazu.
- Mitdenken: Ein Diktat entsteht häufig unter Zeitdruck. Fehlt ein Wert, ist ein Medikamentenname falsch ausgesprochen oder stimmt ein Datum nicht, fällt dir das im besten Fall auf, bevor das Dokument hinausgeht.
Gerade der letzte Punkt macht den Unterschied. Wer nur tippt, ist austauschbar und konkurriert zunehmend mit Spracherkennung. Wer die medizinischen Abläufe versteht, entlastet das ärztliche Team spürbar. Dieses Verständnis bewerten Arbeitgeber bei der Auswahl und beim Gehalt.
Wo ärztliche Schreibkräfte arbeiten
Aktuelle Stellenanzeigen in Österreich kommen vor allem von Spitälern (oft als „Medizinische:r Sekretär:in“ ausgeschrieben), von Sozialversicherungsträgern, von Fachordinationen und Gruppenpraxen, von radiologischen Instituten und Labors sowie von Personaldienstleistern, die Schreibkräfte an Kliniken überlassen. Das Wiener Stellenangebot ist groß, gesucht wird aber auch in Linz, St. Pölten und Vorarlberg. Ein Teil der Arbeit lässt sich mit digitalen Diktatsystemen im Homeoffice erledigen, die meisten Stellen sind aber vor Ort.
Ist der Beruf in Österreich geregelt?
Das ist der wichtigste Punkt, bevor du Geld in eine Ausbildung steckst. Die Berufsbezeichnung „Medizinische Schreibkraft“ ist weder geschützt noch als Lehrberuf geregelt. Es gibt also keine einheitliche Prüfung und keine gesetzlich festgelegten Inhalte. Kurse dazu dauern typischerweise zwischen drei und zwölf Monaten und werden meist berufsbegleitend oder als Fernlehrgang angeboten.
Was das in der Praxis bedeutet, zeigt ein Blick in öffentliche Kursdatenbanken: Viele dieser Lehrgänge enden mit einer institutsinternen Prüfung. Das Zertifikat sagt also nur so viel aus, wie der Ruf des Anbieters hergibt. Für eine Personalabteilung im Spital ist es eine Information unter vielen, aber kein Nachweis einer anerkannten Qualifikation.
Anders ist es bei der Ordinationsassistenz. Dieser Beruf ist im Medizinische Assistenzberufe-Gesetz (MAB-G) geregelt. Ordinationsassistentinnen und -assistenten arbeiten nach Anordnung und unter Aufsicht einer Ärztin oder eines Arztes. Ihre Ausbildung umfasst laut MAB-Ausbildungsverordnung mindestens 650 Stunden Theorie und Praxis. Neben der Administration übernehmen sie auch Assistenztätigkeiten wie Blutabnahmen. Damit ist die Ordinationsassistenz der offizielle Weg für qualifizierte Arbeit in einer Ordination, und auch in Primärversorgungseinheiten (PVE) ist die Ordinationsassistenz ausdrücklich Teil des Teams.

Kurz gesagt: Als Schreibkraft kannst du ohne formalen Abschluss einsteigen. Wie sicher du auf Dauer im Gesundheitswesen arbeitest, hängt aber davon ab, welche Qualifikation hinter deinem Lebenslauf steht.
Welche Voraussetzungen du mitbringen solltest
Gesetzliche Zugangsvoraussetzungen gibt es nicht. In Stellenanzeigen und Kursbeschreibungen tauchen aber immer wieder dieselben Anforderungen auf. Prüfe ehrlich, wo du stehst:
| Anforderung | Was Arbeitgeber konkret erwarten | So kannst du es dir aneignen |
|---|---|---|
| Deutsch | Fehlerfreie Rechtschreibung, Grammatik und Zeichensetzung, auch bei langen Satzgefügen | Regelmäßig Fachtexte lesen, Diktate üben, Korrekturlesen trainieren |
| Maschinschreiben | Sicheres 10-Finger-System, blind und schnell | Tägliche Übung mit Online-Trainern über einige Wochen |
| Medizinische Fachsprache | Lateinische und griechische Fachbegriffe, Abkürzungen, Medikamentennamen, Anatomie | Am verlässlichsten in einer strukturierten Ausbildung |
| Datenschutz | Sicherer Umgang mit Gesundheitsdaten nach DSGVO und Verschwiegenheit | Ausbildungsmodul zu Datenschutz und Dokumentation |
| EDV | Office-Programme, Praxis- oder Krankenhausinformationssystem, Diktatsoftware | Praxisnahe Übungen, Praktikum |
| Arbeitsweise | Sorgfalt unter Zeitdruck, Konzentration, Diskretion | Lässt sich trainieren, zeigt sich im Praktikum |
In der Praxis wird häufig ein mittlerer Bildungsabschluss erwartet, etwa eine abgeschlossene Lehre, eine Handelsschule oder die Matura. Ein Muss ist das nicht, und Quereinsteigerinnen haben gute Chancen, wenn sie die fachlichen Kenntnisse nachweisen können. Das AMS betont ausdrücklich, dass es im Büro viele Einstiegswege gibt, von der kaufmännischen Schule über die Lehre bis zum Quer- und Wiedereinstieg.
Ein Tipp aus der Praxis: Schreibgeschwindigkeit allein überzeugt niemanden. Wer bei einem Probediktat einen Fachbegriff richtig schreibt, den der Arzt undeutlich gesprochen hat, bleibt der Personalabteilung in Erinnerung.
Drei Wege in den Beruf im Vergleich
Wenn du ärztliche Schreibkraft werden willst, entscheidest du dich im Grunde zwischen drei Arten von Ausbildung. Sie unterscheiden sich stark darin, wie viel sie dir auf Dauer bringen.
| Kriterium | Kurzkurs „Medizinische Schreibkraft“ | Medizinische Verwaltungsassistenz | Ordinationsassistenz (MAB-G) |
|---|---|---|---|
| Rechtlicher Status | Nicht geregelt, Zertifikat des Anbieters | Staatlich anerkannter Abschluss (bei MediClass) | Gesetzlich geregelter Gesundheitsberuf |
| Schwerpunkt | Schreiben, Diktate, etwas Terminologie | Medizinische Administration, Dokumentation, Terminologie, Abläufe in Praxis und Klinik | Administration plus Assistenz bei Untersuchungen, Blutabnahme, Hygiene |
| Vorkenntnisse | Meist keine | Keine | Keine medizinischen Vorkenntnisse nötig |
| Umfang | Einige Wochen bis Monate | Flexibel, komplett online | Mindestens 650 Stunden Theorie und Praxis inkl. Praktikum |
| Einsatzbereiche | Schreibbüro, Sekretariat | Sekretariat, Empfang, Schreibdienst, Verwaltung in Ordination, Spital, Institut | Ordination, Gruppenpraxis, PVE, Ambulatorium |
| Langfristige Perspektive | Eingeschränkt, stark von Automatisierung betroffen | Breit im administrativen Gesundheitsbereich | Am breitesten, inklusive Arbeit am Patienten |
Wann welcher Weg sinnvoll ist
- Kurzkurs: sinnvoll, wenn du bereits im medizinischen Umfeld arbeitest und nur gezielt deine Schreibfertigkeiten ausbauen willst. Für einen kompletten Neustart ist er meist zu dünn.
- Medizinische Verwaltungsassistenz: der passende Weg, wenn du genau das machen willst, was eine ärztliche Schreibkraft tut, also Dokumentation, Arztbriefe, Patientenverwaltung und Organisation. Du willst aber einen anerkannten Abschluss und breiteres Wissen, damit du dich nicht auf eine einzige Aufgabe festlegst.
- Ordinationsassistenz: die richtige Wahl, wenn du dir auch Arbeit direkt mit Patientinnen und Patienten vorstellen kannst. Für die Ordination ist sie der zukunftssicherste Weg, weil Ärztinnen und Ärzte gern Personal einstellen, das Schreibtisch und Behandlungsraum abdeckt.
Mehr zu den Inhalten und zum Ablauf findest du in unserem Ratgeber zur Ausbildung zur Ordinationsassistentin.
Schritt für Schritt zur ärztlichen Schreibkraft
- Klär dein Ziel. Willst du ausschließlich schreiben und dokumentieren, oder kannst du dir mehr vorstellen? Diese Antwort entscheidet über die Ausbildung, und hier passieren die meisten kostspieligen Fehlentscheidungen.
- Mach einen ehrlichen Selbsttest. Schreib einen Fachtext von einer Seite ab und lass ihn korrigieren. Miss deine Anschläge pro Minute. Wenn das Maschinschreiben noch holpert, fang sofort mit täglichem Training an, parallel zu allem anderen.
- Wähle eine Ausbildung mit anerkanntem Abschluss. Achte darauf, dass medizinische Terminologie, Datenschutz, Dokumentation und Praxissoftware abgedeckt sind, nicht nur das Tippen. Frag nach, wer die Inhalte entwickelt hat und wie du während des Lernens betreut wirst.
- Prüf die Finanzierung. Wenn du beim AMS gemeldet bist, kann eine Förderung möglich sein. Das muss vor Kursbeginn mit deiner AMS-Beraterin oder deinem AMS-Berater geklärt werden. Wie das abläuft, erklären wir in unserem Beitrag zur AMS-Förderung einer Ausbildung.
- Sammle Praxis. Ein Praktikum in einer Ordination oder im Spital ist oft der direkteste Weg zur ersten Stelle. Dort lernst du Diktatsysteme und Abläufe kennen, die kein Lehrbuch ersetzt.
- Bewirb dich gezielt. Suche nicht nur nach „Schreibkraft“, sondern auch nach „Medizinische:r Sekretär:in“, „Ordinationsassistenz“, „Patientenadministration“ oder „Empfang Ordination“. Viele passende Stellen tragen einen anderen Titel.
- Bilde dich weiter. Wer zuerst in der Verwaltung einsteigt, kann später die Ordinationsassistenz ergänzen und damit das eigene Aufgabenfeld und die Verdienstmöglichkeiten erweitern.
Gehalt und Jobaussichten
Einen eigenen Kollektivvertrag für Schreibkräfte gibt es nicht. Dein Gehalt hängt davon ab, wo du arbeitest (Ordination, Spital, Sozialversicherung), welcher Kollektivvertrag dort gilt, in welchem Bundesland und wie viel Verantwortung du übernimmst. Als Richtwert nennt das AMS für Bürogehilfinnen und Bürogehilfen ein Einstiegsgehalt von 1.910 bis 2.390 € brutto im Monat (Stand 2025). Reine Schreibkräfte werden in der Regel ähnlich eingestuft wie anderes administratives Personal.
Rechnet man diese Spanne bei 40 Wochenstunden auf die Stunde um, kommst du auf rund 11 bis 13,80 € brutto. Das ist eine grobe Orientierung: Bei Teilzeit, mit Zulagen oder bei freier Mitarbeit kann der tatsächliche Wert deutlich abweichen.
Mehr verdienen meist jene, die mehr können. Wer zusätzlich die Abrechnung mit den Krankenversicherungsträgern beherrscht, die elektronische Aktenführung verantwortet oder als Ordinationsassistenz auch medizinisch assistiert, ist schwerer zu ersetzen und verhandelt aus einer stärkeren Position. Aktuelle Zahlen nach Bundesland und Kollektivvertrag findest du in unserem Überblick zum Gehalt als Ordinationsassistentin.

Wie sicher ist der Job mit Blick auf Spracherkennung?
Spracherkennung und KI-Werkzeuge verändern das reine Abtippen bereits. Nach Einschätzung des AMS bietet die Kombination aus Verwaltungskompetenz und IT-Verständnis die größte Flexibilität im Büro. Für dich heißt das: Die Schreibkraft, die nur Wort für Wort überträgt, wird weniger gebraucht. Gefragt bleibt, wer automatisch erstellte Texte fachlich prüft, korrigiert, richtig ablegt und die Abläufe in der Praxis versteht. Eine Ausbildung mit medizinischem Hintergrund ist deshalb die bessere Absicherung als reines Schreibtraining.
Kosten und Förderung
Die Preise für Schreibkurse unterscheiden sich stark, und ein niedriger Preis sagt wenig über den Nutzen aus. Vergleiche nicht nur den Betrag, sondern auch, was du dafür bekommst:
- Ist der Abschluss staatlich anerkannt oder nur ein internes Zertifikat?
- Gibt es persönliche Betreuung, oder lernst du allein mit Skripten?
- Sind Terminologie, Datenschutz und Praxissoftware Teil des Lehrplans?
- Wird dir beim Praktikum oder Berufseinstieg geholfen?
- Kannst du das Tempo an Job und Familie anpassen?
Wenn du arbeitslos oder arbeitssuchend gemeldet bist, frag beim AMS nach einer Förderung. Ob und in welcher Höhe gefördert wird, entscheidet das AMS im Einzelfall. Kläre das deshalb vor der Anmeldung schriftlich ab und nicht erst danach.
Deine Ausbildung bei MediClass
Wenn du die Aufgaben einer ärztlichen Schreibkraft übernehmen, aber mit einem anerkannten Abschluss starten willst, ist unsere Ausbildung zur Medizinischen Verwaltungsassistenz der direkte Weg. Sie läuft komplett online, setzt keine Vorkenntnisse voraus und kostet 1.690 € einmalig. Die Inhalte wurden von Ärztinnen und Ärzten entwickelt, du hast während der gesamten Ausbildung persönliche 1:1-Betreuung, und der Abschluss ist staatlich anerkannt. Danach kannst du dich auf über 3.000 Jobangebote in Österreich bewerben. Wenn du auch am Patienten arbeiten willst, sieh dir unsere Online-Ausbildung zur Ordinationsassistenz mit Praxis und Praktikum nach MAB-G an.
Unsere Sicht als Ausbildungsanbieter
Wir sprechen jede Woche mit Menschen, die „einfach nur schreiben“ wollen: am Küchentisch, neben den Kindern, ohne Schichtdienst. Das ist ein verständlicher Wunsch, und für viele passt er genau. Was wir aber immer wieder beobachten: Wer sich nur auf das Tippen vorbereitet, verkauft sich unter Wert.
Ärztinnen und Ärzte suchen keine Tastatur, sie suchen Entlastung. Deshalb haben wir unsere Ausbildungen gemeinsam mit Ärztinnen und Ärzten so aufgebaut, dass du verstehst, warum ein Befund so aufgebaut ist, wie er ist, was eine Abkürzung bedeutet und wie Dokumentation und Datenschutz in einer Ordination zusammenspielen. Dieses Verständnis macht dich vom ersten Arbeitstag an zu einer Kollegin, auf die man sich verlässt.
Unser ehrlicher Rat: Wenn du ausschließlich am Schreibtisch arbeiten willst, wähle die Medizinische Verwaltungsassistenz. Wenn du dir offenhalten willst, später auch Blut abzunehmen oder bei Untersuchungen zu assistieren, starte gleich mit der Ordinationsassistenz. In beiden Fällen begleiten wir dich persönlich, bis du deinen Abschluss in der Hand hast.
— Amir
Häufige Fragen
Wie werde ich ohne Vorkenntnisse medizinische Schreibkraft?
Du brauchst keinen bestimmten Abschluss. Am sichersten ist eine strukturierte Ausbildung, die medizinische Terminologie, Dokumentation, Datenschutz und Praxissoftware abdeckt, kombiniert mit täglichem Training im 10-Finger-System. Ein staatlich anerkannter Abschluss wie die Medizinische Verwaltungsassistenz verschafft dir bei Bewerbungen einen klaren Vorteil gegenüber einem internen Kurszertifikat.
Was verdient eine Schreibkraft pro Stunde?
Das hängt vom Kollektivvertrag, vom Arbeitgeber und vom Bundesland ab. Ausgehend vom AMS-Einstiegsgehalt im Bürobereich von 1.910 bis 2.390 € brutto im Monat liegst du bei Vollzeit rechnerisch bei etwa 11 bis 13,80 € brutto pro Stunde. Mit zusätzlichen Aufgaben wie Abrechnung oder medizinischer Assistenz sind höhere Einstufungen möglich.
Was ist der Unterschied zwischen Schreibkraft und Ordinationsassistenz?
Die Schreibkraft ist ein nicht geregelter Bürojob mit Schwerpunkt auf Diktaten und Dokumentation. Die Ordinationsassistenz ist ein gesetzlich geregelter Gesundheitsberuf nach MAB-G mit mindestens 650 Stunden Ausbildung, der zusätzlich Assistenz bei Untersuchungen und Blutabnahmen umfasst. Wer Ordinationsassistenz gelernt hat, kann auch die Schreibarbeit übernehmen, umgekehrt gilt das nicht.
Kann ich als medizinische Schreibkraft im Homeoffice arbeiten?
Teilweise ja, vor allem bei Schreibdiensten und größeren Einrichtungen mit digitalen Diktatsystemen. Die Mehrheit der Stellen in Spitälern und Ordinationen ist aber vor Ort oder hybrid, weil Abläufe, Rückfragen und Datenschutz eine enge Abstimmung mit dem Team verlangen. Eine flexible Online-Ausbildung erleichtert dir den Einstieg, auch wenn der spätere Job vor Ort ist.
Quellen
- Medizinische Schreibkraft: Ausbildung und Beruf | Medi-Karriere
- Ordinationsassistenz | Gesundheitsportal
- Fragen und Antworten zur Primärversorgung | Gesundheitsportal
- Büro-Jobs: Tätigkeiten, Voraussetzungen & offene Stellen | AMS